SICHERES WOHNEN IM ALTER

DEN ALLTAG LEICHTER MEISTERN

Sicher und wohlbehütet in den eigenen vier Wänden leben, das ist der natürliche Wunsch eines jeden Menschen. Unser Zuhause ist unser Rückzugsort, in welchem wir uns frei und unbeschwert zwischen lieb gewonnenem Mobiliar und vertrauten Gegenständen bewegen. Mit eingeschränkter Mobilität und zunehmendem Alter ist es möglicherweise notwendig, dass in der Wohnung einige Anpassungen vorgenommen werden müssen, damit z. B. Stürze vermieden und Stolperfallen oder Gefahrenstellen frühzeitig beseitigt werden können. Bitten Sie doch deshalb einfach Ihre Angehörigen, Freunde oder Nachbarn mit Ihnen durch die Wohnung zu gehen und nach solchen möglichen Risiken zu schauen! Und sie gegebenenfalls schnellstmöglich zu beheben. Gerne möchten wir Ihnen im Folgenden mit kleinen Tipps aufzeigen, worauf Sie achten sollten, damit Ihr Zuhause auch weiterhin ein sicherer Ort bleibt.

Platz für Bewegung

Es ist verständlich, dass Sie Läufer oder Brücken, die schon so lange Ihre Wohnung verschönert haben, auch weiterhin behalten möchten. Finden Sie einen Platz, wo sie hübsch aussehen, Sie aber nicht zu Fall bringen können. Wenn Sie den Teppich zusätzlich mit einer rutschfesten Unterlage sichern und Teppichkanten oder Ecken mit doppelseitigem Klebeband oder Teppichklebeband fixieren, stellen sie keine Gefahrenquelle mehr dar. Eventuell können Sie einige Möbel so umzustellen, dass Sie sich gut fortbewegen können.

GEFAHREN ERKENNEN / MINIMIEREN

Frei herumliegende Kabel werden schnell zu Stolperfallen. Fixieren Sie die Kabel deshalb am besten so, dass sie Ihnen nicht mehr gefährlich werden können. Sorgen Sie in Ihrem Zuhause für ausreichend Lichtquellen, denn insbesondere in der Dunkelheit werden viele Risiken schlichtweg übersehen. Bewegungsmelder sorgen für optimale Beleuchtung - zudem verursachen sie geringe Stromkosten. Gerade an Treppen sind Bewegungsmelder sinnvoll.

DURCH HILFSMITTEL UNABHÄNGIG BLEIBEN

Es ist schön, dass Sie sich Ihre Unabhängigkeit und Ihre Selbstständigkeit bewahren möchten. Nutzen Sie doch dafür die vielen Möglichkeiten, Ihren Alltag durch Hilfsmittel leichter und sicherer zu gestalten. Es ist kein Zeichen von Schwäche, die Wohnung oder das Haus altersgerecht anzupassen, sondern die Möglichkeit aktiv und selbstbestimmt den Alltag zu leben.

Unsere Tipps

  • Verwenden Sie an schwer zu bewältigenden Stellen in der Wohnung Geh-, Stehund Aufstehhilfen.
  • Im Bad: Achten Sie gerade hier auf rutschfeste Unterlagen (z. B. in der Dusche) und vermeiden Sie Nässe auf dem Boden. Häufig passieren Unfälle beim Übersteigen des Badewannenrandes oder durch Ausrutschen in der Dusche, Badewanne oder auf nassen Fliesen. Hier sind zum Beispiel kleine „Helferlein“ wie Sicherheitsgriffe wertvoll.
  • Sanitätshäuser beraten Sie sehr gerne und sind behilflich bei weiterführenden Maßnahmen wie Badewanneneinstiegshilfen, Badewannenlifte, Schwenklifte, Duschhocker, Duschklappsitzen und vielen weiteren Hilfsmitteln.
  • Vielleicht möchten Sie sich über größere Baumaßnahmen bzw. eine komplette seniorengerechte Badsanierung informieren? Auch hier sind vielfältige Maßnahmen möglich: von einer Sitzbadewanne mit Tür über ein hohes WC mit Stützgriffen bis hin zur behindertengerechten Dusche, die mit dem Rollstuhl befahrbar ist, ist alles möglich. Über die Umbaumaßnahmen, die Kosten und Fördergelder informieren Sie zum Beispiel die Pflegekassen und Seniorenverbände, aber auch Immobilien-Expert*innen.

Weitere Informationen zum Thema Wohnberatung und barrierefreies Bauen und Wohnen bieten zum Beispiel: