PFLEGEKRAFT oder ALLTAGSBEGLEITER ?

Die Unterschiede zwischen Pfleger und Alltagsbegleiter sind groß, aber sie verfolgen alle das gleiche Ziel:

Ältere, hilfsbedürftige und kranke Menschen in ihrem Alltag zu unterstützen und für ihr Wohl zu sorgen!

Deshalb sollten Sie sich nicht scheuen, sich Hilfe und Unterstützung zu holen, wenn Sie merken, dass Sie es allein nicht mehr schaffen! Lassen Sie sich dabei einfach von Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse beraten und besprechen Sie Ihre Sorgen, aber auch Ihre Wünsche und Vorstellungen mit vertrauten Menschen! Das ist gerade zu Beginn eines solchen neuen Lebensabschnitts wichtig und hat sich schon vielfach bewährt.

Der Unterschied

Alltagsbegleiter

werden auch "Betreuungsassistenten" genannt. Sie übernehmen kaum oder nur ansatzweise pflegerische Tätigkeiten. Ihr Tätigkeitsbereich betrifft überwiegend die Unterstützung im Alltag und die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Sie führen Gespräche, lesen aus Büchern vor, spielen Gesellschaftsspiele oder hören einfach nur zu, wenn die betreute Person etwas auf dem Herzen hat. Außerdem begleiten sie zum Arzt, zum Einkaufen, bei Spaziergängen und dürfen auf Wunsch auch kleinere Dienste im Haushalt ausführen. Sie helfen Ihnen, in Ihrem eigenen Haus ein selbstbestimmtes Leben zu führen und entlasten damit oftmals auch Ihre Angehörigen. Alltagsbegleiter ist in Deutschland ein anerkannter Beruf, dessen Ausbildung in Vollzeit- oder Teilzeit absolviert werden kann. Die Prüfung beinhaltet Theorie und Praxis.

 

Finanzierung durch die Pflegekasse

Es gibt die Möglichkeit, dass die Hilfe durch eine Alltagsbegleitung von der Pflegekasse übernommen wird: Haben Sie einen Pflegegrad, so können Sie die Kosten für einen Alltagsbegleiter über die Verhinderungspflege mit der Pflegekasse verrechnen. Dabei ist eine Verrechnung mit dem Entlastungsbetrag von 125 € pro Monat möglich.

Altenpfleger 

betreuen, pflegen und beraten hilfsbedürftige ältere Menschen in Senioreneinrichtungen oder ambulant zu Hause. Dabei unterstützen sie bei der Alltagsbewältigung und bei Verrichtungen des täglichen Lebens wie zum Beispiel bei der Körperpflege, beim Essen oder beim Anziehen. Sie beraten, motivieren zu Bewegung und Beschäftigung in unterschiedlichen Bereichen und nehmen pflegerisch-medizinische, aber auch planende und verwaltende Aufgaben wahr. Sie sind auch verantwortlich für die Gabe von Medikamenten und für medizinische Anwendungen. Außerdem nehmen sie Kontakt zu Ärztinnen und Ärzten, aber auch zu Angehörigen auf, wenn es in medizinischer oder organisatorischer Hinsicht Klärungsbedarfe gibt.