Plötzlich Pflegefall

Eine Checkliste für pflegende Angehörige

Lesedauer: 2-3 Minuten

Oft tritt ein Pflegefall völlig unerwartet ein. Sie müssen organisieren, die Versorgung des Pflegebedürftigen steht an oberster Stelle und Ihr Alltag gestaltet sich neu! Wichtig ist: Pflegeversicherte und die pflegenden Angehörigen haben einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung - machen Sie davon Gebrauch!

Beratungsmöglichkeiten

  • Die Pflegekasse: Jeder Versicherte hat Anspruch auf kostenfreie Beratung
  • Sozialdienst / Entlassungsmanagement der Klinik
  • Pflegestützpunkt, Pflegeberater und Pflegedienste
  • Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit
  • Seniorenberatung
  • Selbsthilfegruppen
  • Hausarzt

kurzfristig

  • Ihr Antrag auf Pflegeleistung bei der Pflegekasse
  • Im häuslichen Umfeld: passen bauliche Gegebenheiten? (Rampe vor der Haustür, Treppenlift)
  • Anpassungen in der Wohnung (Stolperfallen, Hilfsmittel wie z.B. Hausnotruf, Toilettenstuhl, Pflegebett etc.)
  • Kommt die Pflegezeit für Sie in Frage? Sprechen Sie rechtzeitig Ihren Arbeitgeber an.
  • Was braucht es für die Pflege und wie können Sie dazu beitragen? Überfordern Sie sich dabei nicht und schauen Sie nach weiterer Unterstützung.

Langfristig

  • Lässt Ihre berufliche Situation die Pflege zu Hause zu oder muss die Arbeitszeit angepasst werden?
  • Ein Pflegeplan ist notwendig, damit Ihnen Zeit für sich bleibt. Erkundigen Sie sich in Ihrem Umfeld.
  • Halten Sie Ausschau nach Pflegekursen bzw. häuslichen Schulungen, die in Ihrer Nähe von einem Pflegeberater durchgeführt werden. Für pflegende Angehörige ist beides kostenfrei!

Neben diesen Dingen ist es wichtig, gut auf sich und den eigenen Körper zu achten! Dem Pflegebedürftigen kann es nur gut gehen, wenn es dem Pflegenden gut geht.